Die richtige Anwendung von Schüssler-Salzen

Mittwoch, 08. Februar 2012
Schuessler Salze bei Medpex

Schuessler Salze bei Medpex

Der Körper besteht aus ungefähr 60 Billionen mikroskopischen Zellen, aus denen Organe und Nerven, Muskeln, Haut sowie Schleimhäute, Blut und Adern und Gehirn bestehen. Dabei führen Sie jeden Tag Millionen von lebenserhaltenden Funktionen aus. Alle diese Zellen benötigen zahlreiche Nährstoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden und alsdann in Energie umgewandelt werden. Nicht immer kann die Nahrung vom Organismus optimal ausgewertet werden und so kann es zu Verteilungsstörung der Mineralsalze kommen. Als Folge gerät der Mineralstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht und der Mensch wird anfällig für Krankheiten.

12 Schüssler-Salze und ihre Wirkung

Schüssler Salze kaufen oder auch Schüssler Salze online bestellen erfolgt in der Regel problemlos. Im Allgemeinen besitzt jede Apotheke oder Onlineapotheke einen Vorrat von Schüssler-Salzen. Besonders bekannt sind DHU Schüssler-Salze. Schüssler-Salze DHU gibt es in den Potenzen D3, D6 sowie D12, wobei die häufigste Potenz D6 ist. Besonders ist an dem Hersteller DHU, dass hier auch Schüssler-Salze ohne Gluten angeboten werden. Hier wurde die Weizenstärke durch Kartoffelstärke ersetzt. Ebenso bietet DHU für die äußere Anwendung auch Schüssler-Salben an.

Das Schüssler-Salz Nr. 1 (Calcium fluoratum) ist vor allem wichtig für das Bindegewebe, die Haut und der Gelenke. Für die Knochen und Zähne kommt das Schüssler-Salz Nr. 2 (Calcium phosphoricum) zum Einsatz. Gerade dieses Mineralsalz kommt im Körper in der größten Menge am häufigsten vor, da es die harte Knochenmasse bildet. Zudem ist es auch in allen anderen Zellen anzutreffen.
Das Schüssler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) sorgt für die Sauerstoffaufnahme im Körper und das Schüssler-Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) schützt die Schleimhäute. Des Weiteren gilt das Salz Nr. 5 (Kalium phosphoricum) als Nährstoff für die Nerven und wird auch als Salz der Nerven und Psyche bezeichnet.

In Bezug auf eine Entschlackung oder die Befreiung von überflüssigem Ballast hilft das Schüssler-Salz Nr. 6 (Kalium sulfuricum) dem Körper beim Aufräumen und beseitigt zudem Schlackenstoffe. Das Salz der Muskeln und Nerven ist das Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum). Gerade Magnesium hat eine wichtige Funktion im Körper, da es die Nervenimpulse, die Geschmeidigkeit der Muskelfasern sowie die Energiezufuhr regelt.

Das Schüssler-Salz Nr. 8 (Natrium chloratum) reguliert den Wasserhaushalt im Körper und das Salz Nr. 9 (Natrium phosphoricum) sorgt für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts und regt zudem den Stoffwechsel an.
Zur inneren Reinigung bzw. als Ausleitungsmittel wird das Schüssler-Salz Nr. 10 (Natrium sulfuricum) eingesetzt. Das Schüssler-Salz der Haut, Haare und des Bindegewebes ist die Nr. 11 (Silicea) und wird auch als Kieselsäure bezeichnet. Das Schüssler-Salz Nr. 12 (Calcium sulfuricum) beeinflusst die Bildung von Binde- und Stützgewebe.

Anwendung und Dosierung

In der Regel werden dreimal täglich zwei Tabletten nüchtern oder eine Stunde vor oder nach dem Essen eingenommen. Dabei sollten Anwender die Tabletten langsam im Mund zergehen lassen, da die Aufnahme der Schüssler-Salze über die Mund- und Rachenschleimhaut erfolgt. Sie sollten in keinem Fall sofort runtergeschluckt werden, da die Magensäure die Salze verändert und somit unbrauchbar macht. Bei Kindern sollte nur die Hälfte der Dosierung zum Einsatz kommen. Eine weitere wirksame Methode der Einnahme ist, 10 Tabletten in heißem Wasser aufzulösen und dann mit einem Kunststofflöffel vorsichtig umzurühren und die Flüssigkeit löffelweise zu sich nehmen. Die im Wasser aufgelösten Salze sollten dabei eine Weile im Mund einwirken.
Wenn Anwender mehrere Salze einnehmen wollen, sollten diese von jedem Salz dreimal täglich eine Tablette einnehmen. Dabei ist die Entscheidung, ob nun mehrere oder nur ein Salz eingenommen wird, bei diesen Salzen dem eigenen Gutdünken überlassen. Die Auswahl der Salze erfolgt demnach individuell und nach der persönlichen Situation.
Schüssler-Salze haben keine Nebenwirkungen und es existieren auch keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schüssler Salze finden Sie hier auf Medpex.de!

Gingium gegen Vergesslichkeit

Dienstag, 31. Januar 2012
Steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit mit Medpex

Steigerung der Leistungsfähigkeit mit Medpex

Das Gehirn wiegt gerade einmal 2 Prozent des Körpergewichts und verbraucht aber 20 Prozent der Energie, die über die Nahrung aufgenommen wird. Zudem ist der Sauerstoffbedarf extrem hoch. So ist das Gehirn ständig im Einsatz. Im Alter kann es aufgrund von Stresssituationen dazu kommen, dass das Kurzzeitgedächtnis nicht immer perfekt funktioniert. So werden immer öfters Termine vergessen oder Gegenstände werden verlegt und können nicht mehr gefunden werden. Sollte die Vergesslichkeit längerfristig auftreten, sollte dies in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden. Um hier langfristige Therapieerfolge zu erzielen, ist eine frühe Diagnose sehr wichtig. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten, wie zum Beispiel einem Antidementivum können auch pflanzliche Arzneimittel eingesetzt werden. So kann auch das nicht rezeptpflichtige Gingium mit dem Ginkgo-Extrakt ein Teil der Therapie sein.

Geschichte des Ginkgo

Seinen Ursprung hat der Ginkgo-Baum im heutigen China. Als Einziger seiner Art hat er dort die Eiszeit überlebt. Bereits seit vielen Jahrtausenden wird der Ginkgo-Baum in Ostasien verehrt. Aufgrund seiner Langlebigkeit dient er dort als Tempelpflanze. So kann ein Ginkgo-Baum durchaus bis zu 1.000 Jahre alt werden. Seine Pflanzeninhaltsstoffe machen ihn gegen Schädlinge und Umweltgifte extrem widerstandsfähig.

Seit der Moderne ist der Ginkgo-Baum auch in Europa von großem Interesse. Zahlreiche Mediziner, Botaniker und Künstler sowie Schriftsteller wurden bereits durch ihn inspiriert. So stand beispielsweise Goethe mit dem Weimarer Hofgärtner in Kontakt. Dieser vermehrte erfolgreich den Ginkgo-Baum um 1800.

In der Medizin setzte man bereits im alten China auf die Heilkraft des Ginkgo-Baumes. Mit der Verbreitung der traditionellen chinesischen Medizin fand der Ginkgo auch in Europa Einzug. Heute werden Ginkgo-Extrakte in komplexen High-Tech-Verfahren für hochwertige Arzneimittel, wie Gingium gewonnen. Dabei entfaltet Gingium eine hohe medizinische Wirksamkeit und gilt als besonders gut verträglich. Daher wird Gingium bei altersbedingten Gedächtnisproblemen sowie auch bei Tinnitus eingesetzt, da Ginkgo stark durchblutungsfördernd ist.

Anwendung und Darreichungsformen

Gingium ist rezeptfrei in allen Apotheken als Filmtabletten oder in Tropfenform erhältlich. Die Darreichungsformen bestehen aus Gingium 40 mg, Gingium 80 mg, Gingium 120 mg sowie in einer Hochdosierung mit 240 mg. Gingium Tropfen gibt es mit 40 mg.

In der Regel wird Ginigum bei Altersvergesslichkeit dreimal täglich mit ein bis zwei Tabletten eingenommen und sollte mindestens acht Wochen eingenommen werden. Spätestens nach zwölf Wochen sollte die Wirkung von Gingium von einem Arzt überprüft werden.

Bei Tinnitus, Schwindel oder Durchblutungsstörungen sollten dreimal täglich eine Tablette oder zweimal täglich zwei Tabletten eingenommen werden. Hier sollte Gingium mindestens sechs Wochen eingenommen werden, um einen positiven Effekt zu erzielen. Genauere Angaben bezüglich der Anwendung und Dosierung werden im Beipackzettel von Gingium ausführlich beschrieben.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Im Allgemeinen und aufgrund von Gingium Tests und Gingium Erfahrungsberichten ist das Präparat gut verträglich. Vereinzelt können leichte Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen auftreten. Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion oder bei einer erhöhten Blutungsneigung sollte Gingium sofort abgesetzt werden.

Bei einer gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln, wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Phenprocoumon und nicht-steroidalen Antirheumatika kann die Wirkung von Gingium verstärkt werden. Hier sollte vor der Einnahme eine Abklärung mit dem Arzt stattfinden.

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Mensch und Tier mit Frontline schützen

Dienstag, 17. Januar 2012
Frontline gegen Zecken und Flöhe bei Tieren bei medpex Ihrer Versandapotheke

Frontline gegen Zecken und Flöhe bei Tieren - www.medpex.de

Flöhe

Die Flohsaison spielt sich im Freien zwischen April und November ab. Durch beheizte Wohnungen sind Flöhe allerdings zu einem Ganzjahresproblem geworden. So fühlen sich Flöhe auch im Winter in der warmen Wohnung wohl und finden hier optimale Bedingungen, um sich zu vermehren. Normalerweise ist im Winter die Vermehrung von Flöhen wegen der niedrigen Temperaturen stark eingeschränkt. So kann kein Entwicklungsstadium bei einer zehntägigen Periode von unter drei Grad Celsius überleben. Somit erfolgt die Überwinterung durch die Flöhe auf dem Wirtstier und in beheizten Räumen haben Flöhe ganzjährig günstige Entwicklungsbedingungen. Aus diesem Grund sollten Haustiere auch ganzjährig behandelt werden.

Zecken

Es ist durchaus möglich, dass Zecken aufgrund des Klimawandels im Winter überleben können. Des Weiteren ist zu beachten, dass Zecken keinen Winterschlaf halten. Aufgrund der Temperaturerhöhungen im Winter kann es somit vorkommen, dass Zecken bereits ab sechs Grad Celsius aktiv werden. So meldete der Verband der Tierärzte in Deutschland, dass die durch Zecken übertragenen Krankheiten, wie zum Beispiel Anaplasmose, Borreliose und Babesiose in den Wintermonaten deutlich zugenommen haben.

Haustiere mit Frontline behandeln

Aus den vorgenannten Gründen ist es empfehlenswert Haustiere ganzjährlich und kontinuierlich wirksam gegen Flöhe und Zecken zu schützen. Hierzu eignet sich das Kontakt-Antiparasitikum Frontline mit dem Wirkstoff Fipronil. Hiermit werden Flöhe und Zecken zuverlässig getötet, noch bevor sie Blut saugen können. So kann auch kein anderer Wirt, beispielsweise der Mensch befallen werden. Des Weiteren setzt das Präparat nur bei Parasiten an und kann demnach auch bei trächtigen oder säugenden Tieren sowie auch bei Jungtieren problemlos eingesetzt werden. Zahlreiche Frontline Erfahrungsberichte habe zudem gezeigt, dass das Produkt einfach zu handhaben ist.

Wirkung

Der in Frontline enthaltene Wirkstoff Fipronil zählt den Phenylpyryzolen und wirkt gegen Insekten und Spinnentiere. Dabei verteilt sich der Wirkstoff innerhalb von 24 Stunden nach der Anwendung auf den oberen Hautschichten des Tieres. Alsdann wird der Wirkstoff in den Talgdrüsen gespeichert und regelmäßig mit dem Talg in das Fell bzw. die Haut abgegeben. So werden ungefähr 98 bis 100 Prozent der Flöhe innerhalb von 24 Stunden und über 90 Prozent der Zecken innerhalb von 48 Stunden abgetötet. In der Regel werden die Parasiten vor dem ersten Stich abgetötet.

Darreichungsformen

Frontline ist als treibgasfreies und mechanisches Pumpspray sowie als Lösung in den Größen 100, 250 und 500 Milliliter erhältlich. Dabei wird die Lösung mit einer Pipette auf die Haut aufgetragen. In Bezug auf die Pipettengrößen wird unterschieden zwischen einem Präparat für die Katze (cat frontline) sowie für den Hund (dog frontline). Dabei sollte die Wahl des richtigen Präparates nach dem Körpergewicht des Hundes vorgenommen werden. Frontline online kaufen funktioniert reibungs- und problemlos.

Hier gibt es Frontline

Bleaching: Strahlendes Lächeln

Donnerstag, 22. September 2011

Wer seine Zähne aufhellen will, hat mehrere Möglichkeiten. Was Sie darüber wissen sollten

Gutes Aussehen ist den Deutschen wichtig – besonders die Zähne müssen strahlen. Eine Umfrage der GfK im Auftrag der Apotheken Umschau zeigt: 90 Prozent der Deutschen finden, dass Menschen mit schönen Zähnen auf Anhieb sympathischer wirken. 79 Prozent legen großen Wert darauf, ein möglichst perfektes Gebiss zu haben. Allerdings gaben nur drei Prozent der Befragten an, dass sie schon einmal eine Aufhellung beim Zahnarzt durchführen ließen.

Wer das Bleichen in Betracht zieht, sollte vorher einiges bedenken. „Immer häufiger werden Zahnaufhellungen zum Aktionspreis angeboten“, sagt Dr. Lutz Laurisch, Zahnarzt in Korschenbroich. Für eine seriöse Vorgehens­weise seien aber eine Beratung und Vorbehandlung unerlässlich. So müsse geklärt werden, ob etwa Zahnhälse frei liegen, die bei der Behandlung Schmerzen verursachen könnten. Manchmal sei auch der Zahnschmelz so dünn, dass das dunklere Zahnbein durchschimmere. Dann helfe auch das Bleichen nicht. Außerdem müsse man den Patienten informieren, dass Kronen oder Brücken nicht gebleicht werden können. Gegebenenfalls sind sie auszutauschen. „Da werden aus 500 Euro schnell 5000 Euro“, warnt Lutz Laurisch.

„Der erste Schritt nach der Untersuchung des Mundgesundheitsstatus ist die professionelle Zahnreinigung“, erläutert Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Die Prophylaxe-Assistentin entfernt harte und weiche Beläge, poliert die Zähne und schützt sie mit einer Fluoridlösung.“ Oft reicht das aus, um die Zähne genügend aufzuhellen. Wer von einem noch strahlenderen Lächeln träumt, kann zwischen verschiedenen Methoden wählen.

Am schnellsten gelingt das Bleaching direkt in der Praxis. Der Zahnarzt trägt ein hoch dosiertes Bleichgel auf die Zähne auf und aktiviert es mittels einer UV-Lampe. Weil das Gel mit einem Anteil von bis zu 35 Prozent Wasserstoffperoxid sehr hoch dosiert ist, muss das Zahnfleisch sorgfältig abgedeckt sein. Innerhalb kurzer Zeit können die Zähne stark aufgehellt werden. „Sie trocknen während der Behandlung aber auch aus, das macht sie zunächst weißer. Am nächsten Tag haben sie wieder Flüssigkeit aufgenommen und dunkeln etwas nach“, erklärt Lutz Laurisch.

Bei einem anderen Verfahren nimmt der Zahnarzt einen Abdruck und lässt im Labor eine Kunststoffschiene anfertigen. Der Patient erhält ein spezielles Bleichgel, das er zu Hause in die Schiene füllt und über Nacht auf die Zähne einwirken lässt. Nach ein bis zwei Wochen ist der gewünschte Weißton erreicht. Vorteil dieser Methode: Wenn die Zähne nach ein bis zwei Jahren wieder nachdunkeln, benötigt der Patient nur Bleichgel und kann die Schiene erneut verwenden.

Für welches Verfahren Sie sich auch entscheiden: Ganz ohne Risiken geht es nicht. Gereiztes Zahnfleisch und deutlich empfindlichere Zahnhälse können die Folge sein. Bei Kariesbefall wird unter Umständen der Zahnnerv geschädigt. Eine weitere Gefahr: Die Bleichmittel entziehen den Zähnen Mineralstoffe, sodass der Schmelz an Härte verlieren kann.

21.09.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/Hemera

Apotheken Umschau

Gerstenkorn: Unangenehmes Knötchen am Auge

Donnerstag, 16. Juni 2011

 Die lästige Entzündung lässt sich in den meisten Fällen leicht behandeln

Das Augenlid schmerzt, spannt und juckt unangenehm. Die Betroffenen möchten ständig hinfassen, um zu überprüfen, ob sich das kleine Knötchen mit dem eitrigen Punkt in der Mitte weiter verdickt. „Finger weg, denn die sind nicht steril und bringen noch mehr Bakterien in das Auge“, warnt der Augenarzt Dr. Georg Eckert aus Senden im Allgäu.

Meist bildet sich das eitrige Gerstenkorn, eine druckempfindliche Entzündung der Drüsen am Augenlid, weil Keime wie Staphylokokken in diesen Bereich eingedrungen sind. „Bei fast allen Patienten tritt das Gerstenkorn zufällig auf, häufiger in den äußeren Drüsen nahe der Lidkante, also den Moll- und Zeis-Drüsen, seltener in den inneren, den Meibom-Drüsen“, erläutert Professor Klaus Riedel, Leiter der Augenklinik Herzog Carl Theodor in München. Wer unter einer schlechten Immunabwehr leidet, den treffe das Problem eher, ebenso Menschen mit Diabetes.

Tropfen und Salben helfen

Nicht selten platzt das angeschwollene volle Gerstenkorn, medizinisch Hordeolum genannt, nach ein paar Tagen auf, und der Eiter entleert sich nach außen. „Dann bildet sich die Entzündung zurück und heilt ab“, erläutert Augenarzt Riedel. Eine spezielle Therapie ist deshalb oft nicht erforderlich. Bleibt das Knötchen verschlossen, können antibiotikahaltige Tropfen und Salben verhindern, dass sich Bakterien ausbreiten und dadurch die Infektion verschlimmern.

„Auch die mehrmalige Bestrahlung mit Rotlicht beschleunigt den Heilungsprozess“, sagt Eckert. Manchmal ritzt der Augenarzt die geschlossene Schwellung an und lässt den Eiter abfließen. „Da das mit einem sterilen Instrument gemacht werden muss, sollte den Eingriff immer nur ein Arzt durchführen“, betont Riedel.

Damit das Gerstenkorn gut abheilt, sollte sich der Erkrankte häufiges Händewaschen angewöhnen. In Familien gilt es auch, strikt darauf zu achten, dass jeder ein eigenes Handtuch benutzt. Wer Kontaktlinsen trägt, steigt in der Entzündungsphase besser auf die Brille um.

Schmerzloses Hagelkorn

Ähnlich wie ein Gerstenkorn kann sich auch ein Hagelkorn – der Arzt nennt es Chalazion – am Augenlid bilden. Das passiert, wenn der in den Meibom-Drüsen gebildete Talg nicht abfließen kann. Aufgrund des Staus kommt es zu einer chronischen Entzündung. Da sich der Körper dagegen zur Wehr setzt, umhüllt er den Herd allmählich mit Bindegewebe und bildet eine Kapsel.

Im Gegensatz zum Gerstenkorn handelt es sich beim Hagelkorn nicht um eine bakterielle Entzündung. Zudem verursacht ein solches Knötchen meist keine Schmerzen. Das bereits verkapselte Gewebe kann der Arzt mit einem kleinen ambulanten Eingriff unter örtlicher Betäubung rasch entfernen.

15.06.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: W&B/PhotoDisc/RYF

Apotheken Umschau

Frühling: Frisches Grün, frischer Mensch

Donnerstag, 14. April 2011

Jetzt kommt die Hormonproduktion auf Touren, die Sinne leben auf, der Körper strotzt vor Tatendrang – oder ist alles nur Einbildung?

 

Frühlingsgefühle
Ach, wie tut das gut, nach einem langen Winter warme Sonne auf der Haut zu spüren. Wiesen und Bäume erwachen aus ihrer Winterstarre, die Temperaturen steigen, die Tage werden wieder länger. Und der Körper schraubt die Produktion des Hormons Melatonin zurück, das uns während der winterlichen Dunkelheit schläfrig gemacht hat – so erklärte man sich lange Zeit die besonderen Gefühle im Frühling.

Ewiger Lenz
Dabei spielen diese Schwankungen im Hormonhaushalt in unserer modernen Zivilisation keine große Rolle mehr, meint Professor Martin Reincke, Direktor der Universitätsklinik München: „Anhaltender Kälte und Dunkelheit ist heute kaum noch jemand ausgesetzt.“ Dank elektrischem Licht sei für die Hormone das ganze Jahr über Frühling.

Wonne-Sonne
Hormone hin oder her, Reincke empfiehlt, jetzt möglichst oft das Haus zu verlassen und Sonne zu tanken. Dadurch füllt sich der natürliche Vorrat an lebenswichtigem Vitamin D. Der ultraviolette Anteil des Sonnenlichts stärkt unser Immunsystem. Aber Vorsicht: Die Frühlingssonne strahlt bereits sehr intensiv, die Haut muss sich erst daran gewöhnen.

Frühlingsdüfte
„Die Sonneneinstrahlung auf die Erde setzt jetzt bestimmte Duftmoleküle frei, die im Gehirn mit Emotionen verknüpft sind“, erklärt Professor Hanns Hatt, Duftforscher an der Bochumer Ruhr-Universität. Diese Aromen sind eine Mischung modriger Gerüche nach Erde und Moos, aber für uns ein untrügliches Zeichen: Der Frühling kommt!

 
13.04.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber

Apotheken Umschau

Lippenpflege: Für ein entspanntes Lächeln

Freitag, 01. April 2011

Der Winter macht Lippen oft spröde, doch das muss nicht sein. Tipps für ein zartes Hautgefühl

 

Das Problem: Jedes Jahr dasselbe. Kaum wird es frostig kalt, spannt die dünne Haut an den Lippen, manchmal brennt sie sogar oder springt auf.

Die Ursache: Die Lippen besitzen keine Talgdrüsen, können also kein Fett bilden. Das aber brauchen sie, um sich vor Kälte zu schützen und nicht auszutrocknen. „Es ist deshalb normal, wenn wir die Lippen im Winter fünf- bis sechsmal pro Tag eincremen“, erklärt Dr. Gabriele Merk, Dermatologin in Wittenberg.

Die Lösung

Pflegestifte: Die Produkte verwöhnen die Lippen mit pflanzlichen Ölen und verschiedenen Wachsen. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit: „Pflegestifte werden bei uns stark nachgefragt“, berichtet Justus Lange, Apotheker in Güstrow. Er selbst verwende auch einen. Trotzdem gibt es kritische Stimmen. „Viele Stifte enthalten Zusatzstoffe wie Aromen oder Glitzerpartikel, die angegriffene Haut unnötig reizen können“, sagt Merk. Doch wenn jemand mit einem Lippenpflegestift gut zurechtkomme, gebe es keinen Grund, das Produkt zu wechseln.

Vaseline: Gar keine Zusatzstoffe stecken dagegen in Vaseline aus Ihrer Apotheke. Das reine Fett besitzt zudem eine salbenartige Beschaffenheit und lässt sich gut auf den Lippen verteilen.

Wundsalben: „Platzt die Haut auf, tut Wundsalbe gut“, sagt Apotheker Lange. Er empfiehlt Präparate mit Dexpanthenol oder Hamamelis.

Nicht peelen: Gabriele Merk rät davon ab, Hautfetzchen an den Lippen mit Zuckerpeeling oder Zahnbürsten-Massage zu entfernen: „Es können Wunden entstehen, die schlecht heilen.“

Nicht lecken: Spannen die Lippen, ist die Versuchung groß, sie stets mit Speichel zu befeuchten. Aber Vorsicht! Die Haut verliert dadurch Fett und trocknet noch mehr aus.

Was tun bei eingerissenen Mundwinkeln?

Hinter dieser unangenehmen Erscheinung steckt oft mehr als trockene Haut. „Auch eine Pilzinfektion im Mund kann verantwortlich sein“, erklärt Dermatologin Merk. Bestätigt ein Abstrich beim Arzt den Verdacht, helfen Mundspülungen. „Die Mittel sollte man noch zwei bis drei Tage nach dem Verschwinden der Symptome anwenden“, rät Apotheker Lange. Eingerissene Mundwinkel können zudem verschiedene Mangelerscheinungen anzeigen. Hier bringt eine Blutanalyse Aufschluss. Gegebenenfalls empfiehlt der behandelnde Arzt die Einnahme von Vitamin-B- oder Eisenpräparaten.

23.03.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Goodshot

Salz: Würze des Lebens

Donnerstag, 17. März 2011

Die weißen Kristalle sind lebensnotwendig, aber im Übermaß schädlich. Wer Salz richtig dosiert, tut der Gesundheit Gutes – bei vollem Genuss

 

Ohne geht es in der Küche nicht: Es gehört in die Suppe, Fleisch schmeckt nur mit, das Frühstücksei braucht es, schlichte Pellkartoffeln und vor allem Brot. Salz bringt den Geschmack von Speisen besser zur Geltung. Selbst Kuchenteig gelingt mit einer Prise Natriumchlorid besser.

Auch der Körper kann nicht ohne: Nerven und Muskeln benötigen Natrium für die Reizleitung, aus Chlorid wird Magensäure aufgebaut. Ohne Salz würden der Wasser- und Mineralstoffhaushalt des Körpers zusammenbrechen. Bei Salzmangel kommt der Blutdruck ins Schwanken, wir fühlen uns dann müde, es ist uns leicht schwindlig und übel.

Schließlich schätzen es Lebensmitteltechnologen, weil Salz Wasser bindet und dadurch Nahrungsmittelkeimen die Lebensgrundlage entzieht. Bis zur Einführung des Kühlschranks war es das Konservierungsmittel der Wahl. Aber in seinen Anfängen zur Zeit der Kelten war der bergmännische Abbau anstrengend und teuer. Salz war daher ein begehrtes Handelsprodukt und sogar Zahlungsmittel.

Heute steht Salz im Überfluss zur Verfügung, 100 Gramm davon sind beim Discounter für wenige Cent zu haben. Doch genau darin liegt eine Gefahr. Statt der empfohlenen fünf bis sechs Gramm essen Frauen in Deutschland heute täglich fast acht Gramm, Männer mehr als zehn Gramm Salz.

Überschüssiges Salz und Wasser werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. „Dabei wird aber auch Kalzium mitgenommen, das dann in den Knochen fehlt“, warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das ist besonders kritisch für Menschen mit Osteoporose.

Auch Herz und Kreislauf droht Gefahr, wenn der Konsum des „weißen Goldes“ langfristig zu hoch ist. Mehr Salz und mehr Wasser bleiben dann in den Gefäßen zurück. Mit der Blutmenge steigt der Blutdruck und damit auch die Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzversagen. Bei schätzungsweise jedem zweiten Deutschen ist das der Fall.

Ob jemand salzempfindlich ist, lässt sich nicht vorhersagen. Daher sollten alle die weiße Würze bewusst einsetzen – vorsichtshalber. Gehören Sie auch zu den Menschen, die grundsätzlich jedes Gericht nachsalzen? Vorsicht: Wer viel Salz isst, braucht mit der Zeit eine höhere Dosis, um den Geschmack überhaupt noch wahrzunehmen. Was dem einen – wie immer – prima mundet, empfindet der andere schon als versalzen.

„Das ist eine Frage der Gewöhnung“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Keller, „aber man kann sich umgewöhnen.“ Deshalb nicht gleich zum Salzstreuer greifen, wenn das Essen auf den Tisch kommt – probieren Sie lieber erst. Viele Würzmischungen sowie Senf und Sojasauce bestehen nämlich zum großen Teil aus Salz. Auch Speck, Schinken und Käse bringen davon reichlich ins Essen, sodass sich Nachwürzen erübrigt.

Setzen Sie außerdem mehr auf den Eigengeschmack der Zutaten. Frische Kräuter und Gewürze zaubern einen wunderbaren Geschmack an die Speisen. Ohne ein Körnchen Salz kommt Gemüse übrigens im Dampfkochtopf aus, weil sein Aroma bei dieser schonenden Zubereitung nicht verloren geht.

Eine weitere Würzalternative ist Salz mit 15 bis 20 Prozent Kräuteranteil. Wer diese Tipps in der Küche beherzigt, kommt selbst als Bluthochdruckkranker ohne Diätsalz aus, das überwiegend aus Kaliumchlorid besteht und leicht bitter schmeckt.

Wirksamer könnten allerdings die Hersteller sparen, denn 80 Prozent des bei uns konsumierten Salzes kommt aus Lebensmitteln, allen voran Brot, Wurst und Käse. Deshalb wird derzeit diskutiert, Bäcker, Metzger und Industrie zum Salzsparen zu verpflichten.
Während in der medizinischen Fachwelt die Signale auf Salzsparen stehen, wird das Salzsortiment im Supermarkt immer größer. Neben einfachem Steinsalz aus dem Bergwerk steht etwa das auf wendiger gewonnene und daher teurere Meersalz im Regal.

In großen Becken am Meer verdunstet das Wasser nach und nach, bis das Salz auskristallisiert. Übrig bleibt eine Würze, die neben Natriumchlorid weitere Mineralien enthält. „Die Mengen sind aber gering, und der Gehalt an lebenswichtigem Jod, das in unserem Essen fehlt, ist nicht deklariert“, moniert DGE-Expertin Keller.

Die bessere Wahl sei Jodsalz, dem eine definierte Menge Jod beigemischt ist. Fachleute empfehlen auch den Zusatz von Fluorid. Der Mineralstoff ist in jeder guten Zahncreme enthalten und stärkt im direkten Kontakt mit dem Zahn den Schmelz. Fluorsalz hat diesen Effekt auch in geringem Ausmaß.

Ebenso begrüßen Ernährungsexperten Folsäure im Salz. Die meisten Deutschen essen zu wenig von dem empfindlichen Vitamin. Lieber sähen die Experten den Folsäurezusatz allerdings bei Mehl. Denn niemand soll durch die Vitaminbeigabe verleitet werden, mehr Salz zu essen.

Selbst Feinschmecker streuen ihre teuren, ausgefallenen Salzvariationen wie Fleur de sel meist nur als Finish über das fertige Essen. „Dann kommt ihr Geschmack am besten zur Geltung“, weiß Patrick Zbinden, der Lebensmittel auf ihre sensorische Qualität prüft. Mehr Gesundheit kauft man sich damit aber nicht ein.

 
18.02.2011, Senioren Ratgeber, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock

Senioren Ratgeber

Gesund mit Naturkost

Montag, 14. März 2011

Gesund durch Naturkost

Niko Korte / pixelio.de


Was ist Naturkost? Gesundheitsbewusste Menschen greifen gern zu Naturkost. Sie möchten sich nicht nur gesund ernähren, sondern sie setzten auch auf biologisch korrekten und regionalen Anbau. Immer mehr Menschen wenden sich von konventionell hergestellten Lebensmitteln ab. Da bei dieser Form des Anbaus chemische Mittel eingesetzt werden, sind sie bei ernährungsbewussten Menschen umstritten. Sie möchten die Produkte möglichst naturbelassen konsumieren, sei es nun vom Naturkostladen direkt vor Ort oder vom Naturkost Versand. Das bedeutet, dass die Lebensmittel wenig behandelt oder verändert werden, denn jeder Stoff, der einer Pflanze zugeführt wird, kann sich im menschlichen Körper mit der Zeit anreichern. So können langfristig Schäden oder Krankheiten entstehen, die durch eine bewusste Ernährung vermieden werden können.

Was ist das Besondere daran? Naturkost setzt auch auf wild wachsende Produkte. Anders als Bioprodukte kommen die Naturkostprodukte auch in ihren natürlichen Formen in der Natur vor. Dabei setzen die Hersteller auf gentechnikfreie Lebensmittel, sie verzichten auf den Eingriff in das Erbgut der Pflanzen. Da niemand wirklich sagen kann, was dies beim Menschen langfristig bewirkt, ist der Einsatz von Gentechnik, auch bei Fachleuten, höchst umstritten. Dies beginnt schon bei der Auswahl des Saatgutes und der Behandlung der Böden mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln.

Lebensmittel, die den Ansprüchen der Naturkost genügen wollen, müssen in möglichst wenigen Schritten verarbeitet werden. Nur so ist der volle Vitamin- und Nährstoffgehalt gesichert. Öko-Züchtungen wie Kopfsalat, Lauch, Möhren und Paprika gibt es bereits und es kommen aber immer mehr dazu. Damit auch alle Naturkost Lebensmittel den strengen Auflagen genügen, überwacht der Bundesverband für Naturkost den Anbau von Obst und Gemüse. Er hat zudem einen Leitfaden für Öko-Betriebe herausgegeben. Dieser bietet Tipps für die korrekte Schädlingsbekämpfung und vieles mehr. So kann der hohe Standard der Naturkost gehalten werden, und der Verbraucher bekommt auch weiterhin die Ware, die er sich wünscht. Naturkost ist mehr als ein Trend. Es ist ein Weg in eine gesündere Zukunft.

Schluckauf: Den Hicks überlisten

Donnerstag, 10. März 2011

Hausmittel gegen Schluckauf gibt es zwar viele, doch sie wirken nicht bei jedem. Das Wichtigste: Geduldig sein und bei chronischen Beschwerden zum Arzt gehen

Der „Hicks“ kommt 35 Millisekunden nach der Atembewegung des Zwerchfells. Der Reflex verschließt die Stimmritze im Kehlkopf, und der unfreiwillige Laut entweicht. Unseren ersten Schluckauf haben wir bereits vor der Geburt.

„Schon im Mutterleib hickst ein Kind“, sagt Dr. Jens Keßler vom Schmerzzentrum der Universitätsklinik Heidelberg, wo man Patienten mit hartnäckigem Schluckauf behandelt. Das setze sich bei Neugeborenen fort, werde allerdings mit der Zeit seltener.

Der Anästhesist vermutet, dass der Reflex die Atemmuskulatur der Winzlinge trainiert. Andere Mediziner nehmen an, der Schluckauf schütze Ungeborene und Säuglinge davor, dass Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt. „Bei Erwachsenen besitzt der Schluckauf keine Funktion“, berichtet Professor Gereon Fink von der Universitätsklinik Köln.

Trotzdem hicksen die meisten Menschen von Zeit zu Zeit. Häufig passiert das, wenn wir zu schnell und zu viel essen. Die verschlungene Nahrung dehnt den Magen. Dies reizt den Nerv des Zwerchfells. Keßler rät Personen, die darauf empfindlich reagieren, immer nur kleine Portionen zu verzehren und kohlensäurehaltige Getränke zu meiden. Das gilt auch für sehr kalte oder heiße Nahrung. Sie kann ebenfalls einen Schluckauf hervorrufen.

Was hilft, wenn der Schluckauf einen trotzdem plötzlich übermannt? „Ich halte alle Hausmittel für sinnvoll, die die Atmung beeinflussen“, sagt der Neurologe Fink. Dazu zählt zum Beispiel, eine Minute lang die Luft anzuhalten, ein Glas Wasser in einem Zug auszutrinken oder in eine Tüte ein- und auszuatmen. Dadurch entsteht ein Sauerstoffmangel im Blut, der das Zwerchfell ruhigstellt.

Alternativ können Betroffene versuchen, bestimmte Nervenregionen zu reizen. Fink empfiehlt, hinten am Hals zu zupfen oder an der herausgestreckten Zunge zu ziehen. Auch Ablenkung stoppt das Hicksen manchmal. Keßler rät beispielsweise zu versuchen, vom hinteren Rand eines Glases aus zu trinken.

Allerdings lässt sich der Reflex bei Weitem nicht immer überlisten. Und was dem einen hilft, bleibt beim anderen wirkungslos. Doch meist hört ein Schluckauf spätestens nach einigen Stunden von selbst auf.

Bei manchen Menschen hält er aber tage- bis wochenlang an. In 90 Prozent trifft es Männer. Einige können kaum mehr essen oder schlafen. Fink rät, zum Arzt zu gehen, wenn ein Schluckauf als quälend empfunden wird oder über Monate hinweg immer wiederkehrt.

Weil die Beschwerden am häufigsten vom Magen oder von der Speiseröhre ausgehen, sollten die Patienten zunächst einen Internisten aufsuchen. Findet er keine Auffälligkeiten, empfiehlt es sich, einen Neurologen hinzuzuziehen. Denn der Auslöser sind oft Entzündungen der Magenschleimhaut oder Störungen des Nervs, der das Zwerchfell mit dem Gehirn verbindet.

Doch es gibt viele weitere mögliche Ursachen, etwa eine beginnende multiple Slerose, einen Schlaganfall im Hirnstamm, eine vergrößerte Schilddrüse oder einen Herzinfarkt. Manchmal finden die Ärzte allerdings keine Krankheit, die als Auslöser infrage kommt.

Dann versuchen sie, den Reflex auszuschalten mithilfe von Muskelentspannung, Akupunktur oder – in sehr schlimmen Fällen – Antiepileptika. Wenn das alles nicht hilft, blockieren Mediziner den Zwerchfellnerv mit örtlich wirksamen Betäubungsmitteln – als Maßnahme der letzten Wahl.

 
02.03.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/PhotoDisc

Apotheken Umschau