Gesund bleiben in der Schwangerschaft

Mittwoch, 21. Juli 2010

Das Wichtigste über Toxoplasmose

Die Parasiten können dem Ungeborenen schaden: Deshalb fürchten sich viele Schwangere vor Toxoplasmose. Die wichtigsten Fragen und Antworten

Was ist Toxoplasmose?
Toxoplasmose wird durch einen Parasiten, einen Einzeller namens Toxoplasma gondii, verursacht. Er setzt sich beim Menschen im Inneren von Muskel- und Nervenzellen fest und verkapselt sich dort zu einer Art Zyste. Bei einem Immungesunden verläuft die Infektion in der Regel harmlos. Viele bemerken sie nicht einmal, da kaum Symptome auftreten. Eine clevere Strategie: „Es ist der weltweit erfolgreichste Krankheitserreger, den wir kennen“, erklärt Prof. Dr. med. Uwe Groß, Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Göttingen. „Etwa ein Drittel bis die Hälfte der Weltbevölkerung ist infiziert.“

Warum ist eine Infektion in der Schwangerschaft dann gefährlich?
Weil der Erreger über die Plazenta in den kindlichen Organismus eindringen und ihm schaden kann. „In der Frühschwangerschaft gehen nur etwa zehn Prozent der Erreger auf das Kind über, gegen Ende der Schwangerschaft 90 Prozent“, erklärt Prof. Eiko Petersen, Leiter der Abteilung Gynäkologische Infektiologie an der Universitäts-Frauenklinik Freiburg. Aber: Nur wenn die werdende Mutter während der Schwangerschaft erstmals mit den Erregern in Berührung kommt, ist das riskant. Hat sie sich nämlich vorher infiziert, befinden sich bereits Antikörper in ihrem Blut. Die Schwangere ist quasi immun – und ihre Antikörper schützen auch das Kind.

Wie kann der Erreger meinem ungeborenen Kind schaden?
Findet eine Erstinfektion in der Frühschwangerschaft, also vor der 16. Woche statt, kann sie die Organbildung beim Baby beeinträchtigen. Und zwar so stark, dass das Ungeborene zum Beispiel unter Umständen einen Wasserkopf entwickelt. Prof. Groß: „Die Schäden können sogar so schwer sein, dass es zu einer Fehlgeburt kommt.“ Bei einer Infektion nach der 16. Schwangerschaftswoche, wenn die Organbildung bereits weit fortgeschritten ist, „sind die Schäden eher gering oder sogar gar nicht zu sehen“, so Professor Groß. Das Problem: Auch bei einem Kind, das bei der Geburt klinisch unauffällig ist, können sich noch bis zum 20. Lebensjahr Symptome bilden. „Vor allem eine so genannte Augen-Toxoplasmose. Die Erreger befallen dabei die Aderhaut der Augen, was zu Erblindung führen kann“, erklärt der Göttinger Experte. Deshalb ist es wichtig, eine Infektion der schwangeren Mutter so früh wie möglich zu erkennen.

Rheuma – Frauen sind häufiger betroffen

Montag, 07. Juni 2010

Etwa dreimal häufiger erkranken Frauen an einer Rheumatoide Arthritis als Männer

Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung und betrifft knapp ein Prozent der Bevölkerung. Typische Symptome sind Schmerzen und Schwellungen der Fingergelenke. Im weiteren Verlauf befällt die Krankheit weitere Gelenke und mitunter auch innere Organe.

Frauen erkranken etwa dreimal häufiger als Männer. Die Erkrankung beginnt meist im Alter von 50 bis 70 Jahren. Aber auch junge Menschen können daran erkranken: Etwa 15 Prozent vor dem 40. Lebensjahr. Unter diesen jungen Erkrankten sind Frauen viermal häufiger vertreten als Männer.

Nach den Daten des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums leiden Frauen stärker unter Schmerzen und  Funktionseinschränkungen und schätzen ihren Gesundheitszustand deutlich schlechter ein als Männer. Trotzdem werden sie zurückhaltender medikamentös behandelt – möglicherweise aus größerer Sorge vor Nebenwirkungen.

„Medikamentenstudien bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis weisen leider selten die Ergebnisse von Männern und Frauen getrennt aus“, bedauert Professor Dr. med. Angela Zink vom Forschungsbereich Epidemiologie am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) in Berlin. Eine für geschlechtsspezifische Unterschiede sensible medizinische Versorgung sei jedoch geeignet, Über-, Unter- und Fehlversorgung zu verringern.

Ursache einer Rheumatoiden Arthritis (RA) sind vermutlich fehlgeleitete Zellen des Immunsystems. Sie greifen gesunde Körperzellen in den Gelenken an und setzen so Entzündungsprozesse in Gang. Bei Frauen funktioniert das Immunsystem jedoch anders als bei Männern. Die körpereigene Abwehr reagiert auf äußere Reize bei Frauen grundsätzlich stärker.

Einen weiteren Grund vermuten die Wissenschaftler im unterschiedlichen Hormonstatus der Geschlechter. „Es gibt eine Vielzahl von Hinweisen, dass weibliche Hormone Autoimmunkrankheiten fördern“, erläutert Privatdozentin Dr. med. Gabriela Riemekasten von der Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie der Berliner Charité. Weibliche Hormone (Östrogene) haben Studien zufolge einen eher ungünstigen Einfluss auf die Rheumatoide Arthritis.

Die Wissenschaftler entdeckten jedoch auch, dass sich die Östrogene auf die Erkrankung positiv auswirken können. Frauen, die hormonell verhütet haben, erkranken zum Beispiel halb so oft an einer RA wie Frauen, die nicht die „Pille“ eingenommen haben. Auch eine Östrogentherapie in den Wechseljahren führte bei RA-Patientinnen zu weniger Schmerzen, geringeren Entzündungsparametern und einem besseren Lebensgefühl.

Das männliche Geschlechtshormon Testosteron beeinflusst ebenfalls den Verlauf der RA. „Wahrscheinlich ist eine Autoimmunität wie bei der Rheumatoiden Arthritis jedoch nicht auf die Störung eines einzelnen Hormons, sondern auf eine Dysbalance verschiedener Hormone zurückzuführen“, erläutert die Rheumatologin Riemekasten.

Die spezialisierte rheumatologische Versorgung erreicht dennoch Frauen später als Männer. Woher diese geschlechtsbedingten Unterschiede kommen und welche Rolle das Geschlecht der Patienten auch bei der Behandlung spielt, erörtern nun Experten im Rahmen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Kreuzweh – Kleine Bewegungen, große Hilfe

Montag, 31. Mai 2010

Mit der „Moving“-Methode lassen sich Rückenschmerzen vermeiden

Verspannte Schreibtischarbeiter haben künftig keine Ausrede mehr: Vier einfache Übungen und wenige Minuten Zeit am Tag genügen, um die Wirbelsäule zu entlasten und Rückenbeschwerden vorzubeugen.

Diese Bewegungen kommen unserem inneren Schweinehund entgegen und lassen sich ohne Aufwand vielerorts durchführen – in der U-Bahn und im Auto, beim Zähneputzen oder im Büro.

Gerade dort sind sie besonders nötig: Fast 80 Prozent aller Berufstätigen mit überwiegend sitzender Tätigkeit klagen über Beschwerden im Wirbelsäulenbereich. Jeder dritte Krankheitstag ist auf Rückenprobleme zurückzuführen.

„Wir sitzen heute einfach zu viel“, erklärt der Münchener Wirbelsäulenspezialist Dr. Martin Marianowicz. „Das ist Gift für den Rücken. Dabei erhöht sich der Druck auf die Bandscheiben bis um das Vierfache.“

Minimal-Programm
Kuren oder Übungsprogramme bringen zwar oft kurzfristige Erfolge, werden aber nur selten in den Alltag übernommen. Roswitha Ram-Devrient kann ein Lied davon singen: Seit 20 Jahren arbeitet die Pharmazeutin in der Prävention.

„Anfangs habe ich den Patienten immer 10 bis 15 Übungsanleitungen mit nach Hause gegeben“, erzählt sie. „Nach ein bis zwei Jahren haben sie keine einzige mehr gemacht – damit wollte ich mich nicht abfinden.“

Die Innsbruckerin reduzierte das Programm zunächst auf sieben Übungen – ohne Erfolg. Und so setzte sie weiter den Rotstift an: „Es blieben vier Bewegungsabläufe übrig“, berichtet die Entwicklerin mehrerer Vorbeugungs- Programme, „und das hat funktioniert.“ Dem abgespeckten Rückentraining hat sie den Namen „Moving“ gegeben (engl.: to move = bewegen).

So viel Zeit muss sein
Die Übungen stammen aus fernöstlichen Bewegungs- und Entspannungstechniken und sind leicht zu erlernen . Jede Einheit dauert nur zehn bis zwanzig Sekunden. „Selbst der ärgste Bewegungsmuffel“, findet Ram-Devrient, „kann also nicht behaupten, er hätte diese Zeit nicht.“

Das Rückentraining soll gleich einen mehrfachen Nutzen bringen: „Durch die Streckung der Wirbelsäule werden die Bandscheiben mit Nährflüssigkeit versorgt“, sagt die Gesundheitsexpertin. „Das macht sie flexibler und beugt Schäden vor.“

Auch Mediziner Marianowicz ist vom Wert der Übungen überzeugt: „Sie wirken einer Fehlhaltung beim Sitzen entgegen, welche die Bandscheiben in eine schmerzhafte Position drückt.“ Zudem mobilisiere das Rückentraining die Wirbelgelenke und verhindere haltungsbedingte Blockaden: „Für die Ernährung unserer Gelenkknorpel“, erklärt der Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Schmerztherapie, „brauchen wir Bewegung.“

Schließlich sollen die Übungen die Rückenmuskulatur lockern sowie die Sehnen und Bänder der Wirbelsäule dehnen. „Machen Sie die Bewegungen nur, wenn sie Ihnen gut tun“, rät Roswitha Ram-Devrient, „dann können
Sie nichts falsch machen.“ Als Faustregel gilt: aufhören, sobald es wehtut.

Am besten stündlich
Wer seinem Rücken wirklich etwas Gutes tun will, muss allerdings regelmäßig aktiv werden. Roswitha Ram-Devrient empfiehlt, jede Stunde eine Minute lang zu üben.

„Man muss dabei nicht einmal die Arbeit unterbrechen“, betont sie. Ein spezielles Computer-Programm erinnert Berufstätige in bestimmten Abständen an das Training.

„Das ist sinnvoller als einmal wöchentlich in ein Fitness-Studio zu gehen und ansonsten nur zu sitzen“, meint Marianowicz. Viele Firmen setzen inzwischen auf Moving, um bei ihren Mitarbeitern Rückenproblemen vorzubeugen.

Offenbar mit Erfolg, wie eine Studie des sportwissenschaftlichen Instituts der Universität Erlangen zeigt. Die Forscher befragten Mitarbeiter der Münchener Siemens AG vor der Einführung des Programms sowie sechs Wochen danach zu ihrem Befinden. „Moving“, so ihr Fazit, „verringert die Beeinträchtigung durch Rückenschmerzen deutlich.“

Nicht nur vorbeugend
Auch wer bereits Rückenprobleme hat, kann von Moving profitieren, zum Beispiel Patienten nach Bandscheibenoperationen oder Osteoporose-Kranke . Sie sollten aber sicherheitshalber ihren Arzt fragen.

Für ältere Menschen und Personen mit chronischen Schmerzen sei die Methode ebenfalls geeignet, meint Ram-Devrient: „Die langsamen, sanften Übungen schaffen Vertrauen in die eigene Beweglichkeit.

Mit der Zeit wird die Wirbelsäule wieder flexibler, und Muskelverspannungen lassen nach.“ Mit ihrem Rückentraining erzielt die Pharmazeutin erstaunliche Erfolge: „Ich habe Patienten erlebt, die trotz verkrümmter Wirbelsäule kaum mehr Schmerzen haben“, freut sie sich, „oder die durch den verbesserten Bandscheibentonus um zwei Zentimeter größer geworden sind.“

Regelmäßiges Üben verbessere neben Haltung und Beweglichkeit auch das allgemeine Gesundheitsbewusstsein. „Für viele Patienten ist Moving der Einstieg in Entspannungsmethoden wie Yoga oder Qi-Gong“, weiß Roswitha Ram-Devrient.

Vier einfache Übungen fürs Büro

Streckung
Stellen Sie sich vor, Sie würden eine Krone auf dem Kopf tragen. Strecken Sie sich, so dass Sie die Krone etwas nach oben bewegen.

Vor-zurück-Bewegung
Beugen Sie sich nach vorne, als ob Sie eine Goldmedaille umgehängt bekommen. Präsentieren Sie diese dann stolz in der Rückbewegung.

Rechts-links-Bewegung
Lassen Sie die Wirbelsäule locker nach rechts sinken. Dann richten Sie sich wieder auf und lassen sie nach links sinken – wie eine Palme im Wind.

Drehung
Schauen Sie über die rechte bzw. linke Schulter, und bewegen Sie dabei die Wirbelsäule wie eine Schraube etwas um die eigene Achse.

Seitenstechen – Fieses Zwicken

Dienstag, 25. Mai 2010

Fast jeder kennt das plötzliche Ziehen, doch die Ursachen sind noch nicht völlig geklärt. Tipps für schnelle Abhilfe

Abrupt bleibt das kleine Mädchen stehen. Gerade noch rannte die Fünfjährige ihrem größeren Bruder davon. Jetzt presst sie die rechte Hand auf den Bauch und stöhnt: „Au, tut das weh.“ Kinder und Jugendliche bekommen oft Seitenstechen. Ein Grund: „Sie wärmen sich nicht auf, sondern laufen einfach los“, erklärt Professor Hans-Georg Predel, Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Aber auch Erwachsene sind vor dem Zwicken unterhalb des Rippenbogens nicht sicher. „Falsches, also flaches, unrhythmisches Atmen führt bei längeren körperlichen Aktivitäten zu Seitenstechen“, erläutert Predel. „Das Problem verschwindet aber meist mit steigender Kondition und verbessertem Trainingszustand von alleine.“
 
Die Stiche sind schmerzhaft, aber in der Regel harmlos. Allerdings können sich hinter dem fiesen Ziehen ernstere Beschwerden verbergen.

„Linksseitiges Stechen kann durchaus ein Hinweis auf Herzdurchblutungsstörungen sein. Auch Magen- und Darmbeschwerden können als Seitenstechen fehlinterpretiert werden“, gibt Predel zu bedenken. Im Zweifelsfall sollten Betroffene die Symptome von einem Arzt überprüfen lassen.
 
Was genau die unliebsame Begleiterscheinung beim Joggen, Radfahren oder Schwimmen auslöst, ist bis heute nicht hundertprozentig geklärt. Eine eindeutige Ursache gibt es nicht, vielmehr werden verschiedene mögliche Auslöser diskutiert.

Eine Theorie geht davon aus, dass beim Seitenstechen verschiedene Organe wie Leber, Milz, Magen sowie Darm nicht ausreichend durchblutet werden. So könnte beispielsweise anstrengender Ausdauersport, bei dem das Blut vor allem für die stark arbeitende Muskulatur beansprucht wird, zeitweise zu einer Unterversorgung der Leber führen und dadurch einen Spannungsschmerz in der Leberkapsel hervorrufen. Das würde erklären, warum die Stiche oft auf der rechten Seite auftreten.
 
Auch eine mangelnde Durchblutung des Darms gilt als mögliche Ursache für die Beschwerden. Professor Klaus-Michael Braumann, Leiter des Instituts für Sport- und Bewegungsmedizin in Hamburg: „In diesem Fall wären Gase, hervorgerufen durch Darmkrämpfe, schuld am Ziepen unter dem Brustkorb.“

Die bevorzugte Annahme unter Sportmedizinern ist jedoch, dass eine Fehlbelastung des Zwerchfells – unser wichtigster Atemmuskel – zu den Stichen führt. „Möglicherweise wird dies unterstützt durch falsche Ess- und Trinkgewohnheiten“, vermutet Predel.
 
Wer Seitenstechen verhindern möchte, sollte nicht gleich nach dem Essen trainieren. Die Verdauungsorgane stehen nämlich in direkter Verbindung zum Zwerchfell, das von gefüllten Organen mächtig strapaziert wird.

Als Faustregel gilt:
ein bis zwei Stunden vor der körperlichen Betätigung nichts Schweres essen. Trinken ist dagegen erlaubt, vor sportlichen Aktivitäten sogar empfehlenswert. Die Getränke sollten aber nicht zu kalt sein und keine Kohlensäure enthalten.
 
Langsames Aufwärmen sowie bequeme Kleidung, die eine unbehinderte Atmung zulässt, tragen ebenfalls dazu bei, dass Seitenstechen erst gar nicht entsteht.

Die Personal-Trainerin Diana Hochgraefe aus Hamburg rät allen Joggern zudem, auf die richtige Körperhaltung zu achten. „Viele Laufanfänger nehmen beim Joggen die Arme zu hoch, was zu muskulären Verspannungen im Schulterbereich führen kann und häufig von Seitenstechen begleitet wird.“

Schnelle Hilfe bei Seitenstechen: Das Tempo reduzieren oder gleich eine Pause einlegen und ganz bewusst in den Bauch hinein atmen. Sportmediziner Klaus-Michael Braumann rät: „Tief einatmen, sodass sich der Bauch nach vorne wölbt. Beim Ausatmen den Bauch nach innen ziehen. So verschwinden die Beschwerden schnell.“

Kalorien – Bilanz ziehen und abnehmen

Montag, 17. Mai 2010

Kalorien machen nur dick, wenn die Energiebilanz nicht stimmt – Sie wollen abnehmen, dann erstellen Sie Ihre Energiebilanz

„Jetzt neu – extra kalorienreduziert!“ strahlt das Etikett auf der Chips- Tüte. Dankbar für die Gelegenheit, beim Fernsehabend ein paar Kalorien zu sparen, greifen wir zu und schieben den Einkaufswagen weiter bis zur Eistruhe. Eine Schoko-Vanille-Waffel wäre doch genau das Richtige für den Weg zwischen Kasse und Auto. Eine Kalorienbombe, klar. Aber was soll?s, dafür haben wir doch schon bei den Chips gespart …

Gar nicht so einfach, die Sache mit diesen Kalorien. Ständig machen sie einem ein schlechtes Gewissen. Klar, dass wir das Thema auch beim Einkauf im Auge behalten. Aber Hand aufs Herz: Wer weiß schon so richtig, was es mit diesen „Dickmachern“ eigentlich auf sich hat? Kalorien sind nichts anderes als eine Maßeinheit dafür, wie viel Energie bestimmte Lebensmittel dem Körper liefern. In einem Gramm Kohlenhydrate oder Eiweiße stecken je 4,2 Kilokalorien (kcal), in einem Gramm Fett mehr als doppelt so viele, nämlich 9,2 kcal. Und woher der Bierbauch kommt, erklärt sich auch relativ schnell: Alkohol liefert pro Gramm stolze 7,2 Kilokalorien.

Treibstoff für den Körper
Der Körper braucht ständig Energie: ob beim Laufen, beim Denken oder sogar im Schlaf. Wie hoch der Energiebedarf ist, hängt von vielen Faktoren ab: etwa von Gewicht, Geschlecht, Alter und nicht zuletzt davon, ob man eine Couch-Kartoffel oder ein begeisterter Sportler ist. Denn der Energieverbrauch setzt sich zusammen aus dem Ruheumsatz und dem zusätzlichen Leistungsumsatz. Der Ruheumsatz beziffert nach strenger Definition die Energiemenge, die der Körper in Ruhe und bei 20 Grad Celsius benötigt. Er lässt sich messen, indem man den Kohlendioxid-Gehalt der Ausatemluft bestimmt, der wiederum vom Sauerstoffverbrauch der fettfreien Körpergewebe abhängt.

„Beim Normalgewichtigen bestehen etwa 80 Prozent des Körpers aus fettfreier Masse“, erläutert Professor Dr. Manfred James Müller, Direktor des Instituts für Humanernährung und Lebensmittelkunde der Universität Kiel. „Dazu zählen die sauerstoffverbrauchenden Organe und Muskeln, aber etwa auch das Wasser im Blutplasma. Fettgewebe aber verbraucht nur sehr wenig Sauerstoff.“ Üppige Fettpolster lassen den Ruheenergieverbrauch also nicht in die Höhe schnellen. Wer seinen Energieverbrauch ankurbeln will, damit die Pfunde schmelzen, muss seinen Leistungsumsatz steigern. Das heißt schlichtweg: sich mehr bewegen. Denn der Leistungsumsatz ist jener Anteil an Energie, der bei körperlicher Aktivität verbraucht wird. Nur etwa zehn Prozent davon entfallen auf die Verdauungstätigkeit des Körpers nach dem Essen.

Auch Zappeln macht schlank
„Sport und ähnliche Aktivitäten schlagen in der Energiebilanz weit weniger zu Buche als spontane Bewegungen, beispielsweise das Gestikulieren oder Herumwippeln im Alltag – ganz einfach, weil man das fast ständig macht“, sagt Professor Müller. Sportmuffel, die jetzt erleichtert aufatmen, liegen aber trotzdem falsch. Denn sportliches Training verbraucht auf jeden Fall Energie, und es kann den Ruheumsatz erhöhen – weil die Muskelmasse zunimmt. Dass es mit zunehmenden Alter immer schwieriger wird, sein Gewicht zu halten oder gar abzunehmen, hängt damit zusammen, dass die ruheumsatzbestimmende Muskelmasse stetig geringer wird. „Wer durch Sport dem altersbedingten Muskelschwund entgegenwirkt, hält auch seinen Energiebedarf stabil“, erklärt Müller. Steigt der Energiebedarf eines Menschen etwa bis zu seinem 25. Lebensjahr an, fällt er danach kontinuierlich ab. Hat ein nomalgewichtiger Mann von 25 Jahren einen Ruheumsatz von 1740 Kilokalorien, beträgt dieser bei einem 65-Jährigen nur noch 1410 Kilokalorien.

Wer ungefähr welchen Ruheumsatz hat oder wie viele Kalorien bei welcher körperlichen Aktiviät verbraucht, kann man Richtwerten der deutschsprachigen Ernährungsgesellschaften entnehmen. An diesen Richtwerten, den „Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr“, orientieren sich auch die Kalorienverbrauchszahlen für unsere Beispielpersonen (siehe weiter unten). Wie gesagt: Es handelt sich um Richtwerte, der genaue Kalorien-Verbrauch ist individuell.

Vor kurzem hat die Arbeitsgruppe um Prof. Manfred J. Müller übrigens nachgewiesen, dass die Referenzwerte für den Ruheenergieverbrauch zu hoch angesetzt sind. Dies wird berücksichtigt, wenn die Werte demnächst überarbeitet werden. Referenzwerte hin oder her: Ein Blick auf die Waage zeigt Ihnen unmissverständlich, wie Ihre persönliche
Energiebilanz aussieht. Wer zunimmt, gönnt sich mehr Kalorien, als er braucht. Und dann heißt es: Ernährung anpassen und mehr bewegen.

Kleiner Überblick: Wer verbraucht wie viele Kalorien?

Krankenschwester 30 Jahre

2680 kcal täglicher Kalorienbedarf
1340 kcal Grundumsatz

Stahlkocher 41 Jahre

3480 kcal täglicher Kalorienbedarf
1740 kcal Grundumsatz

Taxifahrer 24 Jahre

2910 kcal täglicher Kalorienbedarf
1820 kcal Grundumsatz

Hausfrau 53 Jahre

2280 kcal täglicher Kalorienbedarf
1270 kcal Grundumsatz

Sekretärin 23 Jahre

2080 kcal täglicher Kalorienbedarf
1390 kcal Grundumsatz

Rentner 69 Jahre

2110 kcal täglicher Kalorienbedarf
1410 kcal Grundumsatz

Diabetes – Freier Fluss im Bein

Montag, 10. Mai 2010

Hinter hartnäckigen Fußwunden stecken oft Durchblutungsstörungen. Wie Chirurgen mit Bypass und Ballonkatheter helfen

“Am liebsten ist mir, wenn ich nicht operieren muss“, sagt Professor Gerhard Rümenapf. Manchmal muss er das auch nicht und kann stattdessen mit einer langen, dünnen Sonde dem Blut wieder freie Bahn schaffen.  

Hauptanliegen des Gefäßchirurgen ist, die Füße und Beine seiner Patienten vor der Amputation zu retten. Der Chefarzt der Gefäßchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer behandelt regelmäßig Diabetiker, die ihm wegen schlecht heilender Fußwunden überwiesen werden.
 
„Mehr als die Hälfte der Diabetiker mit Fußproblemen hat Durchblutungsstörungen in den Beinen“, so Rümenapf. Verantwortlich dafür sind Kalkablagerungen in den Blutgefäßen als Folge schlechter Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte. Weil durch die verengten Arterien  nicht mehr genügend Blut in den Fuß gelangt, haben Verletzungen am Fuß kaum eine Chance, zu heilen.
 
Und hier kommen die Gefäßchirurgen ins Spiel. „Durch einen gefäßchirurgischen Eingriff, der rechtzeitig erfolgt, lässt sich die Durchblutung verbessern und eine Amputation bei acht von zehn Patienten verhindern“, so Rümenapfs Erfahrung. Das Problem: Oft werden Durchblutungsstörungen erst entdeckt, wenn bereits eine Amputation zur Diskussion steht.
 
„Das liegt einerseits daran, dass Diabetiker wegen ihrer Nervenschädigung das typische Warnsignal, nämlich Schmerzen, die nach einer bestimmten Gehstrecke einsetzen und sich beim Stehenbleiben bessern, oft nicht spüren“, so Rümenapf. „Zum anderen werden Diabetiker mit Fußproblemen oft erst spät oder gar nicht zu einem Gefäßspezialisten geschickt.“
 
Gefäßchirurgen haben verschiedene Möglichkeiten, die Durchblutung zu verbessern: Entweder sie legen einen Bypass (engl. „Umleitung“), der das verschlossene Gefäß überbrückt und das Blut zum Fuß transportiert. Oder sie schieben eine Katheter genannte Sonde in das Gefäß, an deren Spitze sich ein Ballon befindet. In der Engstelle wird er mit Flüssigkeit gefüllt und dehnt das Gefäß auf. Beide Verfahren sind seit Jahren auch zur Behandlung verengter Herzkranzgefäße bewährt. In Einzelfällen kann es auch sinnvoll sein, die Kalkablagerungen operativ aus dem Gefäß herauszuschälen.

Die Entscheidung „Bypass oder Ballon“ ist nicht immer einfach. Wenn ein Gefäß langstreckig verengt ist, bleibt meist nur die Bypass-Lösung. Dazu wird dem Patienten eine Vene oder ein Kunststoffschlauch eingepflanzt. So wird die verengte Stelle überbrückt. Gefäßchirurg Rümenapf plädiert jedoch dafür, wann immer möglich eine Katheterbehandlung vorzunehmen.
 
Der Grund: Bypass-Operationen sind aufwendig und komplikationsträchtiger – auch wenn die Wahrscheinlichkeit für erneute Durchblutungsstörungen geringer ist als nach einer Ballonerweiterung. Nicht selten stellt sich jedoch während eines Katheter-Eingriffs heraus, dass sich eine Engstelle nicht weiten lässt – dann muss eben doch ein Bypass gelegt werden. „Im Idealfall wird die Operation vorab so geplant, dass beide Methoden möglich sind“, sagt Rümenapf.   

In jedem Fall, so der Gefäßchirurg, sollten sich Diabetiker in einem Gefäßzentrum behandeln lassen, das sich auf die Therapie des diabetischen Fußes spezialisiert hat. Und noch etwas ist ihm wichtig: Für einen Bypass eignen sich am besten körpereigene Venen, auch Krampfadern. Deshalb sollten Diabetiker Krampfadern nicht vorschnell, etwa aus rein kosmetischen Gründen, entfernen lassen. Rümenapf bringt es auf den Punkt: „Lieber ein Bein, das optisch nicht perfekt ist, als später gar kein Bein!“  
 
So schützen Sie sich: Gefäßverkalkungen sind nicht nur eine Folge erhöhter Blutzuckerwerte. Vor allem hoher Blutdruck, aber auch schlechte Blutfettwerte schädigen die Gefäße und erhöhen das Risiko für Durchblutungsstörungen an vielen Organen. Daher ist es wichtig, Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinwerte optimal einzustellen.

Oft sind dazu Medikamente nötig. Sinnvoll sind regelmäßige Selbstkontrollen von Blutzucker und Blutdruck. Nikotin ist Gift für die Gefäße, daher sollte man mit dem Rauchen aufhören. Präparate mit Omega-3-Fettsäuren aus der Online Apotheke können dabei helfen, die Durchblutung zu verbessern.

Adieu, Zigaretten – Endlich Nichtraucher!

Montag, 03. Mai 2010

Ihre Sucht zu besiegen ist das Ziel vieler Raucher. Mit der richtigen Strategie können auch langjährige starke Raucher den Absprung schaffen

Auf dem Höhepunkt seiner Raucherkarriere brachte es Jakob Heinz auf drei Schachteln am Tag. „Ich habe jede Pause zum Rauchen genutzt“, erzählt der 48-Jährige, der damals, vor sechs Jahren, als Linienbusfahrer mit den Zigaretten seinen Stress bekämpfte. Dass er heute ganz ohne auskommt, verdankt er einem Zufall. Im Wartezimmer seines Betriebsarztes entdeckte er den Prospekt zur Aktion „Rauchfrei 2006“: Es galt, ab dem 1. Mai vier Wochen lang nicht zu rauchen. Wer das schaffte, konnte 2500 Euro gewinnen. Die gleiche Summe gab es für Nichtraucher, die einen entwöhnungswilligen Raucher dabei unterstützten.

Jakob Heinz hatte doppeltes Glück: Er schaffte den Ausstieg und gewann zusammen mit seiner Partnerin den ausgeschriebenen Preis. „Das Geld“, sagt er, „war ein zweites Geschenk. Aber der eigentliche Gewinn ist, dass ich nicht mehr rauche.“

Nach 30 Jahren Schluss gemacht

Mehr als 44 000 Personen beteiligten sich an der bundesweit größten Nichtraucheraktion, zu der das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf – gerufen hatte.

Weltweit nahmen rund 100 Länder an der Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teil. „In Deutschland haben mittlerweile ungefähr 260 000 Raucher bei den Aktionen mitgemacht, dazu kommen etwa 200 000 Nichtraucher, die sie unterstützt haben“, rechnet Dr. Martina Pötschke-Langer vom DKFZ vor. Die Aktion ermutigt nicht nur viele Raucher zum Mitmachen, sie ist auch sehr erfolgreich. Eine Befragung der Teilnehmer der Rauchstoppkampagne aus dem Vorjahr ergab: 32 Prozent verzichteten noch zwölf Monate später auf den Tabakgenuss.

Ein Abschied für immer

Jakob Heinz ist überzeugt, dass er sich für immer von der Zigarette verabschiedet hat. Wie schafft er das, der 30 Jahre lang nicht ohne auskam? Zum einen mit dem festen Willen durchzuhalten und zum anderen mit der Unterstützung durch die Lebensgefährtin und die beiden Töchter. „Die Große hat mich jeden Abend ermuntert und mir gesagt, dass ich das schaffe“, erzählt Heinz. Die Belohnung für den Verzicht genießt er täglich: Das Atmen geht besser, das Treppensteigen fällt leichter, das Essen schmeckt leckerer, der Schlaf ist ruhiger. Vor allem aber hat er mehr Zeit – Zeit, die er paffend auf der Terrasse stand und jetzt mit der Familie verbringt. Sogar der Qualm der rauchenden Kollegen kann ihn nicht mehr verführen: „Er stößt mich nicht ab, aber er zieht mich auch nicht an“, berichtet Jakob Heinz, der mittlerweile als Lkw- Fahrer arbeitet. „Ich wundere mich selbst, wie einfach es ist.“

Apotheken Umschau / GesundheitPro.de

Kosmetik – Natürlich schön

Montag, 26. April 2010

Heilkräuter sind voll im Trend – auch in Pflegemitteln für Haut und Haar

Natürlich schön – diesem Motto haben sich fast alle Kosmetikhersteller verschrieben. Verwunderlich ist das nicht, denn Kosmetika, die Pflegestoffe aus Pflanzen enthalten, finden immer öfter das Vertrauen der Kundinnen.

Doch setzt die Industrie nicht nur aus Werbegründen auf die Kräfte der Natur. Vielmehr stecken in vielen Heilpflanzen Stoffe, die die Haut pflegen und ihr helfen, gesund zu bleiben. Auch gezielte kosmetische Effekte, wie das Glätten der Haut, sind damit möglich.

Was hinter klangvollen Namen steckt
Statt deutscher Pflanzennamen stehen auf den Packungen oft die lateinischen Bezeichnungen; die Hersteller folgen hier internationalen Richtlinien. Pflanzliche Inhaltsstoffe sind für den Laien also manchmal nicht als solche zu erkennen. Bisabolol etwa ist ein Bestandteil des Kamillenöls, dessen Wirkung geschätzt wird und das, im Gegensatz zu manchem Gemisch, gut verträglich ist.

Vorsicht bei Allergien
Aber: So gut Pflanzenstoffe der Haut normalerweise tun, so sollten sich Allergiker vorher doch von ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen, da einige Pflanzen Allergien auslösen können. Hautärzte weisen zum Beispiel darauf hin, dass Reaktionen auf das beliebte Teebaumöl zunehmen.

Ein Beispiel:
Hamamelis (Hamamelis virginiana): Der Extrakt enthält vor allem Gerbstoffe, Flavonoide und ätherisches Öl. Hamamelis beruhigt gereizte Haut, wirkt entzündungshemmend, zusammenziehend, tonisierend und ist deshalb vor allem in Produkten zur Hautreinigung, in Gesichtswässern und Deodorants enthalten. Aber er findet sich auch in pflegenden Cremes.

Apotheken Umschau

Nordic-Walking plus Extra-Training

Montag, 19. April 2010

artikelGehen allein ist manchem zu eintönig. Mit Übungen zwischendurch wird das Nordic-Walking-Training abwechslungsreicher und bringt noch mehr Spaß

„Schau mal, Langläufer ohne Ski.“ Solche Kommentare sind für Nordic Walker Schnee von gestern. Aus dem belächelten Freizeitvergnügen für spottresistente Einzelkämpfer ist längst ein Breitensport geworden.

Die Stöcke aktiv einsetzen

Außer guten Schuhen und speziellen Laufstöcken brauchen Nordic-Walking-Fans keine weitere teure Ausrüstung. Die Lauf- und Stocktechnik beherrschen die meisten schon nach einer kurzen Übungsphase.

„Wichtig ist, dass man sich mit Druck mit den Stöcken abstößt. Gerade Anfänger tragen ihre Laufstöcke oft einfach nur spazieren“, sagt Andrea Kohler vom Nordic-Walking-Ausbildungsteam des Deutschen Skiverbands in Bayern. Bei richtiger Ausführung zeigen die Stöcke während des gesamten Bewegungsablaufs schräg nach hinten. Typisch für die Nordic-Walking-Technik sind zudem raumgreifende Armbewegungen.

Einsteiger müssen darauf achten, dass sich die Hände in den Stockschlaufen beim Rückschwung öffnen und nicht fest um den Griff klammern. 

Damit auch geübte Walker mit Spaß bei den Stöcken bleiben, sollten sie nicht immer dieselbe Wegstrecke gehen. Auch wechselnde Geländeprofile – etwa Steigungen oder Hügel – schaffen neue Anreize.

Zudem können sie die Stöcke als Trainingsgerät nicht nur zum Gehen nutzen. Sporttherapeutin Kohler empfiehlt, zwei- bis dreimal pro Woche eine gute Stunde zu walken und zusätzlich Kräftigungs- und Dehnübungen mit den Stöcken zu machen.

Ihre Kurse gestaltet sie so: kurzes Aufwärmen, eine halbe Stunde Walking, fünf bis zehn Minuten Kräftigung, eine halbe Stunde Walking, langsames Auslaufen und abschließend fünf bis zehn Minuten Dehnen.

Den Trainingseffekt steigern

Kräftigungsübungen bringen Abwechslung in den Trainingsalltag und intensivieren den Verbrennungseffekt. Sie stärken die Muskeln, die der Körper bei dieser Sportart braucht, und beschleunigen dadurch den Trainingsfortschritt. Die Leistungsfähigkeit wächst mit der aktiven Muskelmasse.

Mithilfe der Laufstöcke stärken Nordic Walker zum Beispiel die Oberarme sowie die Rücken- und Brustmuskulatur. Die Stöcke werden dabei vor, über oder hinter dem Körper gehalten und dienen dazu, Spannung aufzubauen. Manche Übungen lassen sich auch zu zweit machen.

Kräftigungsübungen päppeln übrigens auch muskuläre Schwachstellen des Körpers auf. Wenn Sie etwa häufiger unter Verspannungen im Schulter- oder Nackenbereich leiden, können Sie mit Stockgymnastik gezielt dagegen vorgehen.

Abschließende Dehnübungen nach einem Parcours durch Wald und Wiesen erhalten die Beweglichkeit der beanspruchten Muskeln und wirken schmerzhaften Verkürzungen entgegen. Sie besitzen darüber hinaus einen entspannenden Effekt auf die Psyche und verbessern das Körpergefühl. Die Nordic-Walking-Stöcke dienen entweder zum Abstützen oder helfen beim Einnehmen der Dehnposition.  

Übungen zum Kräftigen und Dehnen

Oberkörper kräftigen

Im Stand mit leicht gebeugten Knien die Stöcke mit beiden Händen hinter dem Rücken fassen und „auseinanderziehen“.

Oberschenkel dehnen

Im Ausfallschritt ein Knie beugen, die Stöcke zum Stabilisieren nutzen. Das dehnt den gegengleichen Oberschenkel (nicht wippen!).

Schultergürtel dehnen

Die Stöcke in Schulterhöhe mit langen Armen parallel vor dem Körper halten und nach vorne schieben. Die Dehnung 30 Sekunden halten und wiederholen.

Waden dehnen

Mit leicht vorgebeugtem Oberkörper in die Hocke gehen und ein Bein ausstrecken. Die Stöcke dabei zum Stabilisieren nutzen.

Rücken entlasten

Die Stöcke weit vor den Körper stellen und den Oberkörper mit fast gestreckten Armen „durchhängen lassen“. Den Po leicht nach hinten schieben.

Oberkörper kräftigen

Dem Partner die Stöcke auf Brusthöhe reichen. Nun versuchen beide, abwechselnd rechts und links, den anderen zu sich zu ziehen. 

Apotheken Umschau

Verursacht Blei Depressionen?

Dienstag, 13. April 2010

Verursacht Blei Depressionen

In manchen Altbauten kommt das Wasser noch aus Bleirohren. Das Metall ist nicht ungefährlich

Je mehr Blei im Blut, desto größer das Risiko, an einer schweren Depression oder Panikstörung zu erkranken. Dies fand ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam in einer Studie mit rund 2000 jungen US-Bürgern heraus. Während 6,7 Prozent der Teilnehmer mit geringer Bleibelastung unter einer Depression litten, waren es in der starkbelasteten Gruppe 8,1 Prozent. Panikstörungen entwickelten 1,1 beziehungsweise 3,5 Prozent der Teilnehmer. Im Mittel fanden sich rund 16 Mikrogramm Blei pro Liter Blut. Dieser Wert ist auch aus Messungen in Deutschland bekannt und galt bislang nicht als bedenklich.

13.04.10, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Comstock Images

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